Fakten zu Alter und Behinderung

Die steigende Lebenserwartung, über die wir uns dank medizinischem Fortschritt freuen können, bringt noch andere Herausforderungen mit sich: Immer mehr Menschen, die lange ohne Behinderung lebten, brauchen im Alter Unterstützung. Das Risiko, an einer akuten Erkrankung zu sterben, sinkt. Dafür steigt das Risiko, an chronischen Leiden zu erkranken, die insbesondere im Alter zu Beeinträchtigungen führen. Dazu zählen auch Demenzerkrankungen, die einen grossen Anteil der älteren Schweizer Bevölkerung betreffen – Tendenz steigend.

Laut Schätzungen des Bundesamtes für Statistik BFS lebten 2015 in Schweizer Privathaushalten fast 520'000 Menschen mit Behinderungen, die 65 Jahre oder älter waren. Dazu kommen fast 120'000 Menschen mit Behinderungen über 65, die in Institutionen wie Alters- und Pflegeheimen oder Heimen für Menschen mit Behinderungen leben.

In diesen Zahlen eingeschlossen sind Menschen, die schon vor dem Alter mit Behinderungen lebten und solche, die im Alter aufgrund von Erkrankungen mit Beeinträchtigungen zu kämpfen haben. Mitbetroffen sind zahlreiche An- und Zugehörige aus dem Umfeld dieser Menschen, die ihnen bei der Bewältigung des Alltags helfen. Die Zahl der Betroffenen steigt seit Jahren kontinuierlich an und es ist nicht zu erwarten, dass sich an dieser Tendenz etwas ändert.

In der Schweiz lebten 2015 …

  • knapp 37 % der über 65-Jährigen mit einer Behinderung.

  • rund 41% der über 75-Jährigen mit einer Behinderung.

  • 518'000 Betroffene im Alter von 65 Jahren und mehr in Privathaushalten. Es ist davon auszugehen, dass die meisten von ihnen von Angehörigen betreut wurden und werden.

  • 116'468 Menschen mit Behinderungen im Alter von 65 Jahren und mehr in einem Alters- oder Pflegeheim.

  • 2'634 Menschen mit Behinderungen im Alter von 65 Jahren und mehr in einer Institution für Menschen mit Behinderungen.

  • total 637'000 Menschen im Alter von 65 Jahren und mehr mit Behinderungen.

Daten: BFS 2017. Als behindert (gemäss Gleichstellungsgesetz) definiert wurden Personen, die ein dauerhaftes Gesundheitsproblem haben und die (stark oder etwas) bei Tätigkeiten des normalen Alltagslebens eingeschränkt sind.

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